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Triggern, der neue Trend?

„Simone, ich habe meiner bisherigen Physio jetzt die Freundschaft gekündigt. Sie hat an meinem Körper nur noch auf Punkten rumgedrückt und dieses Gedrücke ist mir jetzt mächtig auf den S…  gegangen. Gibt es denn nur noch das Triggern bei euch momentan?“

Triggerpunkt Therapie erscheint im Moment als der neueste Trend unter den Therapeuten. Viele verwechseln damit aber ein stupides Rumgedengele auf schmerzhaften Muskelpunkten, das keinem was bringt. Triggerpunkte haben festgelegte Charakteristika.

  • TP haben eine festgelegte Position auf dem Muskel.
  • Ein TP liegt im Muskelbauch und nicht am Knochenansatz.
  • Er kann vielleicht ein Millistückelchen variieren.
  • Die Punkte besitzen ein Ausstrahlungsgebiet, das sich bei jedem Menschen gleich hervorrufen lässt.
  • Je nach Intensität des Punktes ist dieses weitergeleitete Schmerz mal stärker hervorzurufen.
  • Während der Behandlung lässt die Intensität nach.

 

Wenn ein Punkt gefrückt wird und die Wahrnehmung lokal bleibt, ist es kein Triggerpunkt, sondern einfach eine schmerzhafte Muskelstelle (Ja, soll es auch noch geben) oder ein schmerzhafter Ansatzpunkt in Knochen- oder Fasziennähe. Soviel mal zur Unterscheidung der Muskelpunkte. Und außerdem gehört meiner Meinung nach immer eine komplexe Behandlung dazu, wenn man ordentlich „getriggert“   hat.  Dehnung der Gegenmuskulatur, Haltungskorrektur, Ausgleichen von Fehlstatik und ein Übungsprogramm als Hausaufgabe sind Faktoren, die die Sache rund machen.

Nur durch Triggern wird sich eine Fehlspannung im Muskel nicht lösen. Die entsprechenden Übungen auch als Eigenprogramm manifestieren den Behandlungserfolg.

Und beim Drücken hat uns der liebe Gott ja auch immer noch (hoffentlich) ein Fingerspitzengefühl mitgegeben. Meine Absicht ist es nie, einen neuen Schmerzreiz oder eine neue Schmerzkette im Gehirn entstehen zu lassen. Das kann unser Gehirn leider von ganz allein. Ich als Simone will Schmerzimpulse unterbrechen und durch neue Reize im Sinne einer Trainingstherapie ersetzen. Damit entsteht auf Gehirnebene Schmerzfreiheit. Denn erst im  Gehirn entstehen Schmerzen und werden dort wahrgenommen.

Einleuchtend und logisch, oder?

Einen schönen Sonntag und heute habe ich ein schönes Video zum Dehnen für Sie

 

 

Ihre Simone Sommer-Philipp


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