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Behandlung eines Bandscheibenvorfalls LWS

Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls richtet sich nach der Stärke der Beschwerden und Symptome.

Nach einer genauen Diagnostik wird die weitere Therapie eingeleitet.

Diese besteht in der Erstzeit mit Sicherheit aus Schmerzmitteln, die auch in den leicht sedierenden Bereich der Betäubungsmittel gehen können.

Tägliche  Infusionen beim Arzt mit Schmerzmitteln, Entzündungshemmern und Vitaminen der B -Gruppe als Aufbaumittel gehören in den „Flüssigcocktail“  dazu.

Manchmal wird mit der weiteren Therapie durch Physiotherapie noch etwas abgewartet.

Das ist verständlich und sinnvoll, wenn die Nervenwurzel noch schwer entzündet, gereizt und aufgequollen ist.

Bei entzündlichen Geschehen schwillt jedes Gewebe im Lumen und Durchmesser an. Unglücklicherweise wird dadurch bei einem Bandscheibenvorfall komprimiert sich die austretende Nervenwurzel noch weiter. Dumme Sache! 

Einerseits erfolgt dies durch das ausgetretene und ausgequollenen knorpelige Bandscheibengewebe, andererseits verursacht die Entzündung eine noch stärkere Engpasssituation. (Sieht komisch aus, die 3 SSS  im Wort ;-)))

Physiotherapie bei Bandscheibenvorfall zielt am Anfang auf eine Entlastung des betroffenen Segmentes.

Dazu gehören verschiedene Lagerungen in Bauchlage oder Seitenlage mit Techniken aus der Manualtherapie.

Eine leichte Entspannung und Detonisation der verkrampften Muskulatur  möchte man als Therapeut zwar gerne erreichen, aber oft empfindet der Patient Massage wenig angenehm.

Der muskuläre Hartspann ist ja auch als Schutzspannung zu verstehen, die der Körper erst reduziert, wenn in der Tiefe Ruhe und eine geringere Entzündung eingetreten ist.

Massage wird also möglicherweise als angenehm empfunden, kann in der akuten Schmerzsituation aber noch abgelehnt werden. “ Bleib mir bloß vom Kreuz weg“, stöhnt der Patient, sobald es ihm gelungen ist,  sich irgendwie auf der Behandlungsbank niederzulegen.

So erkennt man zum Beispiel auch den Unterschied zu einem Hexenschuss oder einer blockierenden Verrenkung.

Der Patient akzeptiert eine Massage und empfindet eine Muskellockerung als angenehm und entlastend. „So könnte ich noch stundenlang liegen bleiben.“

Wenn die entlastenden Elemente der Therapie Erfolg gezeigt haben, wird steigernd von Behandlung zu Behandlung mit mehr Mobilisation, Nervenmobilisation und Belastung gearbeitet.
Wenn vor Jahren noch eine lebenslange Schonung gelehrt wurde, so wird heute wieder mit zunehmender Belastung im Trainingsbereich gearbeitet.

Die Struktur wird durch die Funktion geformt!
So nennt man die physiologische Ausrichtung von Gewebe entsprechend dem Reiz, der auf es einwirkt. Wird in diesem Fall ein Bandscheibengewebe entsprechend seiner Schädigung aufsteigend belastet, wird sich das geheilte Gewebe danach ausrichten. Wird das Gewebe unter der Heilung nicht belastet, entstehen nicht – belastbare Kollagenfasern, die bei der geringsten Überlastung wieder reißen können.

So wird ein Bänderriss am oberen Sprunggelenk recht früh durch belastende und korrigierende Übungen im Einbeinstand therapiert. Durch eine Übung als Belastung erhält die nachwachsende Kollagenfaser die Information über ihre Funktion. Sie lernt, sich der steigenden Belastung anzupassen.

Unterbleibt dieser Therapieschritt, egal ob in der Bandscheibenrehabilitation oder Bändernachbehandlung entsteht nicht belastbares Bindegewebe, das dem Reiz und der Belastung, für das es konzipiert wurde, nicht standhält.

In meinem Shopbereich habe ich und mein Team einen Videokurs „Bandscheibe der LWS“ gedreht.
Unter meiner Anleitung lernen Sie entsprechende Übungen, die Sie in der Rehabilitation Ihres Rückens nach einem Bandscheibenvorfall oder bei chronischen Rückenbeschwerden unterstützen können.

Als Mitglied des Lifetime Bundles Memberbereiches können Sie auf alle bereits fertigen Kurse zugreifen. Gleichzeitig erhalten Sie das Recht, alle weiteren Inhalte kostenfrei sehen zu dürfen.

Ende November wird schon der nächste Videokurs „Atlaswirbel und hohe Halswirbelsäule“ fertig bearbeitet sein und veröffentlicht werden.

Auch ein Videokurs mit dem Thema „Schwindel“ wird in 3 Wochen veröffentlicht werden. Oder wie wir neudeutsch sagen „gelauncht“ werden. ;-))

Als PDF Dokument stehen Ihnen im Inhaltsbereich der Kurse immer alle Übungen zum Ausdruck bereit, so dass Sie turnen können, als ob ich live und in Farbe neben Ihnen stehe und Kommandos gebe.
Den Ausdruck legen Sie einfach neben Ihre Turnmatte und sehen schnell die Übungen nach, die Sie sich zuvor im Film angesehen haben.

Das Vorstellungsvideo zum neuen Videokurs „Atlaswirbel und hohe Halswirbelsäule“ können Sie sich hier schon gerne ansehen!

Viel Spaß damit und alles Gute,
Ihre Simone Sommer-Philipp


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